19.08.20 Vom Lake Natron zur Serengeti

Wir waren ja schon vorgewarnt, da Kunden diese Strecke nach den vielen Regenfällen auch schon gefahren sind. Um kurz nach 6 sind wir los und um 13:30 waren im am Kleins Gate der Serengeti angekommen. Eine Stunde hatten wir Pause gemacht, Frühstück, Tankversuch (Diesel war aus), Apotheke und „Supermarkt“ für Wasser. Supermarkt auf dem Dorf ist eine kleine Bude, so groß wie bei uns ein Bäcker.


Das war keine African Massage, das war der Schleudergang. Trotzdem: der Schlenker zum Lake Natron ist der Mühen wert. Aber ich muss gestehen, dass die Tour eine ganz schöne Tortur ist – nicht nur für den Fahrer, auch für die, die hinten durchgeschüttelt werden. Das Wasser ist augenscheinlich in Sturzbächen runtergekommen und hat die Sand-, Schotter und Felspisten ausgewaschen und teils ausgehöhlt. Immerhin gab es tolle Landschaften und neben den Nutztieren wie Kuh, Ziege, Schaf, Esel, Dromedar auch Zebras, Giraffen, Perlhühner und Antilopen zu sehen. Unser Mittagspicknick machten wir direkt am Kleins Gate und sahen von dort schon Gnus und Zebras. Um 14:30 ging die Fahrt weiter durch die nördliche Serengeti in Richtung Westen zum Mara Fluss.


Beim Anblick der vielen Zebras und Gnus habe ich die Strapazen der Anreise fast schon wieder vergessen. Diese Vielzahl an Tieren ist einfach unglaublich und sucht seines Gleichen. Zwischendurch mal eine Giraffe, ein paar Elefanten, Büffel, Topis, Impalas, Sekretärvögel, eine Hyäne (beim Schreiben höre ich gerade auch welche), Warzenschweine, Geier und kurz vor unserem Ziel, der Lamai Serengeti Lodge von Nomad Tanzania, ein paar Klippspringer – Leibspeise der Leoparden.


Die Camps von Nomad sind uns seit unserer Reise im Oktober 2019 schon bekannt und der außerordentliche und persönliche Service hat uns da schon begeistert.
Als wir ankamen standen 3 fröhlich winkende Männer mit Gesichtsmasken! Und schwankend wie Seemänner kletterten wir 11 Stunden nach Abfahrt am Lake Natron aus dem Jeep. Das erste Mal auf der Tour erfolgte hier die (eigentlich) vorgeschriebene Prozedur mit Fiebermessen und Händewaschen, bevor es in die Lodge ging.


Wow! Ist das schön! Das Design, die Liebe zum Detail, dieser Ausblick! So sieht der Traum von einer Safariunterkunft aus und wir dürfen das jetzt bis morgen genießen. Nach einem ausführlichen, aber eloquenten Briefing, ging es kurz auf die „Zimmer“. Es gibt 10 einzeln stehende Unterkünfte auf Plattformen, die hinten gemauert und nach vorne zur Serengeti nur mit Moskitogaze versehen sind, sodass man von überall, selbst von der Dusche und der Toilette in die Serengeti guckt.

Schnell feste Schuhe anziehen – wir waren zum Sundowner Spaziergang geladen. Es ging auf den höchsten Felsen (Kopje) des Hügels, so ein großer, abgerundeter auf dem eigentlich ein Löwe liegen müsste. Gut beschützt standen wir auf diesem exponierten Felsen, die Serengeti uns zu Füßen und konnten nur noch gut bewacht genießen.


Vor dem Abendessen trifft man sich am Kaminfeuer, serviert wurde auf der Terrasse, das Essen und der Rotwein waren fantastisch, der Service liebevoll und aufmerksam, aus der Dunkelheit hört man die Tiere und über uns funkeln die Sterne. Besser geht nicht!!!
Danke Nomad Tanzania für diesen großartigen Abend.
Ich liege jetzt im Bett und höre Gnus, Löwengebrüll, das Lachen der Hyänen und ganz viel Gezwitscher und Gezirpe. Oh ja, die Fahrt hat sich gelohnt! Lala Salama – gute Nacht!

Kategorie: Reise - Tansania August 2020 | von: Martina Volk
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