17.02.2016 …the Lions sleep tonight

Also eher: the lions slept today. Nach einem kurzen Frühstück saßen wir um 7 Uhr wieder mit Hereli im Jeep, Morgenvisite bei den Hippos und Krokodilen im Grumeti Fluss. Herrliche Stimmung bei unseren äußerst eleganten Hippofreunden, ab und an ein bisschen Gebrüll und Geplatsche, ein Nachzügler vom nächtlichen Weiden kam behende die Uferböschung herunter und ließ sich fast lautlos wie ein Turmspringer ins Wasser  gleiten. Wirklich genau so war’s, oder zumindest so ähnlich. Die Krokodile kamen zum Sonnen auf die Steinbänke und zeigten ihre Schuppen, übrigens auch grün, ach ist das schön grün hier!

Die Brücke, eher gesagt eine steinerne Furt über den Fluss war dank einiger großer Baumstämme nicht zu passieren und wir konnten nicht an das andere Ufer, wo eigentlich mehr zu sehen sein soll. Aber wie so oft im Leben hat das vermeintlich Schlechte doch sein Gutes. Auf unserer Alternativroute entdeckten wir ein Löwenrudel, erst 3 – Mama, Papa und ca. 6 Monate altes Junges. Dann entdeckten wir eine weitere Löwin, die unter einem Busch döste. Der Rudelvorstand, ein sehr hübscher, stattlicher Löwe mit schicker Frisur, fühlte sich von uns gestört und verließ die Szenerie. Der Jeep folgte ihm und wir entdeckten den 2. männlichen Löwen, ebenfalls sehr stattlich und offensichtlich der Bruder des Papas. Er fauchte uns ordentlich an und hinterließ mächtigen Eindruck, später sahen wir allerdings, dass er stark humpelte und kaum laufen konnte, aber gut gebrüllt Löwe! Wir hoffen, dass die Ranger, die wir informiert haben, ihm helfen können. Zurück bei unserer kleinen Familie, entdeckten wir, dass mindestens ein weiterer Junglöwe im Gebüsch versteckt war. Während wir noch völlig verzückt dem familiären, außerordentlich liebevollen Treiben der Familie folgten, zogen in der Ferne 2 weitere Löwen vorbei.Schon setzte sich der Jeep wieder in Bewegung und wir mussten feststellen, dass weitere insgesamt 8 Tiere zum Rudel gehörten. Es ist so faszinierend diesen Katzen so nahe zu sein, Blickkontakt mit ihnen aufzunehmen und sie zu Studieren. Manche sind total entspannt und man kann Ihnen fast über die riesigen Tatzen fahren, andere fühlen sich gestört und antworten mit lautstarke Drohgebärden, dass wieder die Frage aufkam, ob die Löwen auch wirklich nicht in das geöffnete Dach springen können. Wir konnten beobachten, wie 2 Halbstarke in ca 3 Metern Höhe in einem Busch rum kletterten und bekamen dann auch noch bestätigt, dass wirklich 3 kleine Kätzchen zum Rudel gehören. Steiff hätte sie nicht besser und niedlicher machen können! Das ausdauernde Beobachten der Tiere, wir waren  mindestens 2 Stunden bei den Löwen, ist äußerst beruhigend, fast meditativ, der Geist bleibt im Hier und Jetzt und Deutschland ist far, far away – wir haben gehört, Ihr habt richtig Schmuddelwetter, uhhhhh. Wir haben noch ein paar Runden in unserem Pool mit Aussicht gedreht, Mittags und Abends hervorragend in der Lodge gespeist  und gehen jetzt müde und entspannt in unser Luxuszelt. (und damit die Entspannung nicht flöten geht, versuche ich das mit den Fotos gar nicht erst – no more errors! Wird alles nachgeliefert, versprochen!)

Und morgen, neue Lodge und neue Abenteuer!

Kategorie: Reise Tansania 2016 - northern circuit | von: Martina Volk
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