Aktueller Reiseblog

Die Berichte der vergangenen Safaris finden Sie hier.

Reise Tansania 2014 – southern circuit
Familienreise mit Kindern (7 und 10) in die Mikumi und Ruaha Nationalparks, nach Mbeya und Sansibar

Reise Tansania 2016 – northern circuit
Frauenreise zum Tarangire und Lake Manyara Nationalpark, Ngorongoro Krater, Serengeti und Sansibar

Reise Kenia/Tansania 2016
Familien- und Arbeitsreise nach Nairobi, Amboseli und Tsavo Nationalpark, Diani Beach und Arusha mit Arusha Nationalpark

Reise Tansania 2017 – northern circuit
Generationenreise (10 – 79) nach Sansibar, Tarangire und Lake Manyara Nationalpark, Ngorongoro Krater, Serengeti und West Kilimanjaro.

12.05.18 – Out of Africa

Der Weckruf kam wieder in der Dunkelheit. Meine morgendliche Routine, Aufstehen im Dunkeln, Verzicht auf Open Air Dusche an der frischen Luft, packen, frühstücken und los zum Game Drive. Eigentlich hatten wir uns Hunde und Katzen gewünscht, also Windhunde und Raubkatzen, unser Guide Max bekam aber die Info, das ein Nashorn gesichtet wurde. Da alle Camps der Gruppe in privaten Konzessionen verfügen, dürfen die Jeeps quer durch den Busch fahren. Hohes Gras und Büsche, die an Salbei erinnern, aber um einiges größer sind, stellten kein Hindernis dar. Jetzt zeigte sich der Vorteil, wenn man groß ist. Max konnte auf der Fahrertür sitzen und trotzdem noch Gas geben. So hatte er bessere Sicht und hat den Koloss in einiger Entfernung erspähen können. Für die massige Gestalt sind diese Tiere erstaunlich flott und wir verloren es sehr schnell aus den Augen in der Buschlandschaft. Ob jemandem ein Foto gelungen ist, auf dem der graue Körper eindeutig als Nashorn zu identifizieren ist, bleibt abzuwarten. Der Leopard blieb uns versagt, aber immerhin hatten wir die anderen der Big Five – Elefant, Büffel, Nashorn und Löwe – gesehen. Unsere Pirschfahrt endete direkt am Airstrip, wo wieder eine kleine Maschine auf uns wartete, die uns 5 Damen in unser letztes Camp – Moremi Crossing – fliegen sollte. Es ist so schön, diese großartige Landschaft von oben sehen zu können. Ich muss immer an Meryl Streep und Robert Redford denken und die Filmmusik aus „out of Africa“ geht mir nicht aus dem Kopf. Auf den kurzen Flügen, die zwischen 15 und 25 Minuten dauern, wird in niedriger Höhe geflogen und man kann Elefanten, Büffel und Giraffen von oben erkennen. Schade, dass die Flugzeit so kurz ist. Der Transfer zum Moremi Crossing, wies schon darauf hin, was uns erwartet. Als „Wassercamp“ gibt es hier keine Pirschfahrten, sondern Mokoro- und Bootstouren oder Walking Safaris. Ein kurzer Spaziergang entlang des Flugfeldes brachte uns zum Boot, das uns zur Lodge bringen sollte. Wie auch schon in den vorherigen Camps wurden wir von der singenden Belegschaft begrüßt und bekamen die üblichen kalten Tücher für die Hände und den Welcome Drink, während wir über die Sicherheitsbestimmungen und Ablaufplan des Camps informiert wurden. Nach einem schnellen Lunch konnten wir unser Zelt beziehen und die warme „Sonnendusche“ nutzen. Warzenschweine und Paviane zogen an meinem Zelt vorbei und ein Elefant stand malerisch im grünen Gras. Das Nachmittagsprogramm bestand aus kurzer Mokoro Fahrt und längerem Bush Walk. Geführt wurden wir von Amos, der große Sicherheit ausstrahlte, 2 weitere Guides sicherten uns nach hinten ab. Die Begegnung mit Gazellen und Vögeln sind schön, aber eine (Gott sei Dank) kleine Büffelherde sorgte schon für etwas Anspannung. Der Aschetest zeigte uns an, dass der Wind günstig stand und wir uns der Herde nähern konnten. Trotzdem Zeit, mal nach der Sicherheit zu fragen. Im Gegensatz zu unseren Buschspaziergängen in Simbabwe war nämlich kein Gewehr zu sehen. Die einzige „Waffe“ ist ein Gegenstand, der wie ein Kugelschreiber aussieht und wie ein Gewehr knallen kann. Wir hofften, dass eine Kostprobe dieses Geräusches nicht von Nöten sein würde. Von einem verlassenen Termitenhügel beobachteten wir die mächtigen Büffel, wie sie uns beobachteten. Anscheinend sahen wir friedlich aus und rochen nicht allzu übel – die Büffel blieben ruhig und wir könnten in großem Bogen um sie herum laufen. Die übersichtliche Steppe wurde von einem kleinen Waldstück unterbrochen. Die Spuren der Büffel und Nilpferde, die das Wäldchen als Rastplatz nutzen, ließen ein mulmiges Gefühl aufkommen. Nachdem wir einige Baumarten kennen gelernt haben, ging es wieder zurück in die Steppe, wo uns eine große Elefantenherde erwartete. Obwohl einige Jungtiere in der Gruppe waren, blieben die grauen Riesen ruhig und entspannt – gute Gelegenheit für Selfie mit Elefant. Leider war die Sonne schon sehr tief und wir mussten zum Mokoro zurück, bevor die Nilpferde zum Grasen an Land kommen würden. Dort angekommen standen die mittags bestellten Drinks bereit. Unsere Guides und Poler (die Männer die, die Mokoros staken) hatten gute Laune, schließlich sind wir alle heil dem Busch entronnen und haben uns gut unterhalten. Den Sonnenuntergang konnten wir im Mokoro erleben mit Blick über den Fluss und die Steppe. Was für eine Stimmung, ich glaube ich habe auf dieser Reise mindestens 200 Sonnenuntergangsfotos gemacht, aber es wurde wirklich täglich zelebriert. Ich sollte das vielleicht beibehalten, es ist sehr entspannend! Vor dem Abendessen gab es eine kurze Show der Belegschaft, die wir schon ein bisschen fürchteten, hat man doch ab und an den Eindruck, dass ein Programm abgespult wird. Dieses Mal aber konnte man jedem die Freude an Gesang und Tanz ansehen – es hat wirklich Spaß gemacht ihnen zuzusehen. Tanzend wurde jeder Gast von einem Besucher zum Tisch gebracht. Suppe und Nachtisch wurden wie jeden Abend im Okavango Delta serviert, den Hauptgang mit Fisch, Huhn und Gemüse gibt es am Buffet. Satt und müde ging jede in ihr Zelt und erwartete das letzte Buschkonzert dieser Reise. Mit der Taschenlampe konnte ich einige Nilpferde erkennen, viele weitere hören, wie sie durch das Wasser ans Ufer kamen. Das Löwen- und Hyänengebrüll habe ich verschlafen.

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk

11.5.18 Digital Detox

Die Nacht war ganz schön laut! So langsam zieht das Hochwasser ins Okavango Delta und das Wasser steht schon ziemlich nah am Camp. Dementsprechend nah sind auch die Nilpferde, deren Gebrüll mich nachts mehrfach weckte. Aber im Gegensatz zu zuhause schlafe ich sofort wieder ein. Um 6:30 Uhr wurden wir geweckt, die erwachende Landschaft vor unserem Zelt war wunderschön und machte mich mit einem Schlag wach. Tasche packen ist schon Routine und geht immer schneller. Um 7:00 Uhr Frühstück, um 07:30 Uhr fuhren wir im Jeep in ca 40 Minuten zur Mokoro Tour. Mokoros sind die kleinen, traditionellen Boote in Botswana, die wie die Käne im Spreewald gestakt werden. Unser Bootsführer Jonas hat Claudia und mir eine sehr unterhaltsame Kahnfahrt gestaltet. Man sitzt auf dem Boden des Bootes – es gibt erfreulicherweise Rückenlehnen, die Jomas uns gemütlich mit Schwimmwesten auspolsterte – und das Boot liegt mit dem oberen Rand ca. 10 cm über der Wasserkante. Sobald man sich ruckartig bewegt, schaukelt das Boot gefährlich, sodass schnelle Bewegungen unbedingt zu vermeiden sind. Die gute Stunde auf dem Mokoro verging wie im Flug und Jonas zeigte uns in der Zeit eine kleine Wasserschlange, einen Minivogel, viele bunte Vögel und 2 Hippos, die wir erst ganz entspannt beobachten konnten. Als jedoch die anderen Mokoros dazu kamen, fühlten sich die so gemütlich scheinenden Riesen wohl gestört und kamen in ziemlich flotten Tempo auf uns zu. Eine direkte Begegnung mit den Beiden war jetzt nicht das, wonach uns war und unser „Gondoliere“ legte den Rückwärtsgang ein und brachte uns gekonnt aus der Gefahrenzone. Die Temperaturen waren mittlerweile gestiegen und die Wasserlilien richtig aufgeblüht. Wunderschön mit dem Mokoro durch dieses Blumenmeer zu fahren. Von uns unbemerkt hat Jonas uns Ketten aus den großen Blüten gebastelt. Ich glaube unsere Mitreisenden waren etwas neidisch, als wir blumenbehängt und lachend beim Getränkestopp ankamen. Wir hatten eine richtig lustige Fahrt. Zurück im Pom Pom Camp hatten wir um 11:30 einen leckeren Brunch, bevor es schon wieder los ging zum Airstrip, von dem aus unser Buschflieger von Moremi Air ins nächste Camp, dem Ra Dinare bringen sollte. 25 Minuten dauerte der Flug mit der kleinen Maschine über unendliche, grüne Flächen. Überwiegend flaches Land, mal Grassteppe, mal Buschland, ab und an größere Bäume und Palmen und überall Wasser. Die vom Regen gefüllten Senken trocknen langsam aus, der Wasserstand des Okavangos steigt dafür täglich an. Im Juni werden weite Teile des Deltas wieder unter Wasser stehen. Das Ra Dinare Camp ist das jüngste aus der Gruppe von „Under one Botswana Sky“, die Schwesterlodge Ma Dinare steht kurz vor Eröffnung. Beide bestehen aus 9 großzügigen Zelten, davon 1 Familienzelt. Der Blick geht über die weite Steppe, wo zu unserer Ankunft Elefanten zur Begrüßung standen. Die offene Dusche war herrlich in der warmen Mittagssonne. Eine Stunde blieb danach noch Zeit um die gut abgeschirmte Terrasse mit Elefanten TV oder den Pool zu genießen – oder Berichte zu schreiben, die ich leider nicht veröffentlichen kann, da die Camps im Delta nicht über WiFi verfügen. Die Gäste sollen sich ganz auf die Natur konzentrieren und sich abends über ihre Erlebnisse austauschen oder mit den Guides unterhalten, anstatt in kleine viereckige Geräte zu schauen. Schöne Idee, ich hoffe, jeder Kunde kommt damit klar. Der nachmittägliche Gamedrive mit Max unserem Guide, war von den Tiersichtungen eher unspektakulär. Die größte Attraktion selbst war Max, der mit seinen 2,10 m der größte Afrikaner ist, den wir alle je gesehen haben. Dazu das ausgiebige Wissen und die offensichtliche Liebe zur Natur; wundert mich nicht, dass er für die Ausbildung aller Guides der Gruppe zuständig ist. Eine Giraffe im Sonnenuntergang bot ein wunderschönes Fotomotiv. Leider stellten wir nach kurzer Zeit fest, warum das Tier so geduldig für uns Modell stand: Das rechte Hinterbein schien gebrochen zu sein und sie konnte sich kaum fortbewegen. Die tollen Fotos werden wir nicht richtig genießen können, weil uns das wahrscheinliche baldige Ende dieses Giganten bewusst war. Zur Aufmunterung fand Max eine schöne Stelle für unseren Sundowner und wir konnten das Ende eines afrikanischen Tages mit kühlen Getränken begehen. Im Ra Dinare wurde das Essen an einem großen Tisch serviert, sodass angeregte Gespräche mit anderen Reisenden und der Managerin geführt werden konnten. Morgen kommt ein neues Camp und unsere letzte Nacht „under one Botswana Sky“

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10.05.18 Auf zu neuen Ufern

Eine Nacht im Busch hat immer etwas magisches. All die Geräusche, die man nicht zuordnen kann und man liegt alleine in einem Zelt und fühlt sich in dieser Kulisse ganz klein. Obwohl das Grundstück unseres Camps eingezäunt ist, glaubt man, die Elefanten stehen neben dem Bett und brechen lautstark Äste ab, Löwengebrüll schallt aus der Ferne herüber und alle möglichen Pfeif- und Surrgeräusche wiegen einen in den Schlaf – Buschkonzert statt Abendnachrichten. Tlouwana Camp liegt einige Kilometer südlich vom Chobe River und grenzt an das Matetsi Reservat in Simbabwe. Es steht kurz vor der offiziellen Eröffnung und wir dürfen sozusagen als Testkunden den Service und die Zelte prüfen. Die Zelte lassen nichts vermissen, ein paar Kleinigkeiten könnten noch verbessert werden, aber es ist definitiv ein Ort zum Wohlfühlen. Ein offener Essbereich, eine Lobby mit gemütlichen Sesseln und funktionierendem Internet und 7 Geräumige Zelte, eines davon behindertengerecht. Ein Familienzelt und ein Pool sind noch geplant, Fahrräder für Buschtouren und Besuchen im naheliegenden Dorf sollen noch angeschafft werden. Die Zelte haben eine große Holzterrasse, ein massives Holzbett mit Moskitonetz, ein großzügiges Bad mit Holzfussboden, Kleiderschrank und Nachtschränke bieten ausreichend Stauraum. Strom gibt es 24 Stunden am Tag und warmes Wasser wird über Solaranlagen bereitgestellt. Die Belegschaft ist sehr herzlich und bemüht und braucht noch etwas Sicherheit bei ihrer Arbeit, für einige ist es der erste Job überhaupt – eine große Chance! Auf dem Weg zum Flughafen von Kasane haben wir noch verschiedene Antilopen, Zebras und Giraffen gesehen und uns noch 3 Lodges/Guesthouses angesehen. Unser Flug ins Okavango Delta dauerte 1,5 Stunden und war mit 5 Passagieren ausgebucht. Die Flughöhe war recht niedrig und wir hatten schöne Sicht auf das endlose grün unter uns – es gibt übrigens sehr viele Grüntöne. Manchmal habe ich sogar Elefanten an einem der zahlreichen Wasserstellen erkennen können. Auch wenn die Regenzeit schon vorbei ist, der Höchstand des Wasserpegels ist noch nicht erreicht. Wie der Sambesi, wird auch der Okavango durch die Regenfälle in Angola gespeist und die Wassermassen kommen zeitversetzt im Delta an. An der Flugpiste wurden wir von Rams unserem Guide begrüßt und ins 5 Minuten entfernte Pom Pom unserem Camp für diese Nacht. Die Mitarbeiter begrüßten uns singend und wir wurden auf die Zelte verteilt. Unsere Gruppe der Inforeise von „Under one Botswana Sky“ besteht aus Claudia und mir, einer weiteren Deutschen und 2 Belgierinnen, die seit 17 Jahren in Südafrika leben. Nach den CheckIn Formalitäten bezogen wir die Zelte. Die Zeit reichte gerade zum Duschen, aufgrund der kalten Temperaturen morgens und abends verschiebe ich das gerne auf die Mittsgszeit, bevor es nach einem schnellen Tee oder Kaffee wieder los ging. Zum Gamedrive kamen noch 2 Schweizer dazu, sodass der Jeep mit 7 Gästen ganz schön voll war. Üblicherweise wird allerdings versucht die Zahl auf 6 Gäste zu beschränken, sodass keiner auf einem Mittelplatu sitzen muss. Highlight unserer nachmittäglichen Fahrt waren eine Gruppe junger, männlicher Löwen, die Ihre Langeweile mit Kampf- und Fangenspielen vertrieben. Einer kletterte auf einen Baum und gab ein wunderbares Fotomotiv in der Abendsonne. Die Steppen ähnliche Landschaft hier ist sehr offen und gut für Tiersichtungen. Das Gras steht allerdings sehr hoch und von den Antilopen guckten oft nur die Köpfe heraus. Warzenschweine, Impalas, Kudus und Paviane kreuzten unseren Weg und viele, teils wunderschön gefärbte Vögel, deren Namen ich mir nie alles merken werde. Zum Sonnenuntergang konnten wir vorab unsere Getränke bestellen, sodass jeder seinen Lieblingsdrink in der Abendstimmung genießen konnte. Das Abendessen nehmen alle Gäste (maximal 20) an großen Tischen ein, vorher und nachher sitzt man gemütlich am Campfeuer und schaut Busch TV Im Okavango Delta gab es übrigens kein Internet, deshalb auch keine Berichte.

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09.05.18 Chobe Nationalpark

Das war ein schönes Erlebnis – ganz alleine mit meinem Guide bin ich heute morgen auf dem Chobe gefahren. Es waren nur wenige andere Boote unterwegs und man konnte in Ruhe dem Busch beim Aufwachen zusehen. Kingfisher, Kormorane, Fischadler, Nilpferdfamilien, Wasserböcke, Büffel und ein Krokodil fanden sich am Ufer ein und posierten für die Kamera. Das frische Grün auf den teils gefluteten Inseln im Chobe sind ein schöner Kontrast zu dem blauen Wasser des majestätischen Flusses. Wunderschöne Wasserlilien lassen die Oberfläche wie eine Blumenwiese erscheinen. Zurück in der Lodge habe ich mein Frühstück genossen und die ein oder andere Reisegruppe an mir vorbei ziehen lassen. Ich würde die Chobe Safari Lodge nur Gruppen empfehlen, Einzelreisende werden hier wohl nicht so glücklich. Das Schwesterhotel, die Chobe Bush Lodge ist kleiner und etwas ruhiger. Die Zimmer sind moderner und geschmackvoller, haben aber keinen Blick auf den Chobe Fluss. Zum Mittagessen ging es per Boot zu einem schwimmenden Restaurant, was sich wohl auf namibischem Staatsgebiet befindet. Auf dem Bootstransfer habe ich Claudia wieder getroffen, die mit in Simbabwe war und ab heute wieder mit mir gemeinsam reist. Nachmittags hatten wir wieder (fast) hautnahe Begegnungen mit Elefanten im Chobe Park, bevor wir in unser Zeltcamp außerhalb des Parks gefahren wurden. Nur noch tierische Geräusche, keine schnatternden Reisegruppen.

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08.05.18 – bye bye Carina und Simbabwe

Heute hätte ich mal ausschlafen können, aber meine innere Uhr ist jetzt auf 5:30 Uhr programmiert. Ja nichts verpassen und das Tageslicht ausnutzen. So konnten wir ein gemütliches Frühstück mit Blick über den Busch genießen, ein bisschen arbeiten und wieder die Taschen packen. Carina flog heute nach Hause und ich bin um 11:15 Uhr in den Transferbus nach Kasane / Botswana gestiegen. Nach 2 Stopps in Victoria Falls ging es in gut einer Stunde an den Grenzübergang. Die Einreiseformalitäten erfolgten recht schnell und die ganze Besatzung des Busses marschierte zu Fuß mit Gepäck über die Grenze, wo alle in unterschiedlichen Fahrzeugen weiter transportiert wurden. Ich wurde zum Flughafen von Kasane gebracht, wo ich an einen anderen Fahrer übergeben werden sollte. 20 Minuten später waren die österreichischen Mitfahrer angekommen und ich wurde zum Old House gebracht, einem sehr schönen kleinen Bed and Breakfast. Aus organisatorischen Gründen habe ich meine geplanten Übernachtungen der nächsten 2 Tage umgebucht und bin weiter in die Chobe Safari Lodge gefahren. Geplant wurde eine Flussfahrt auf dem Boot für heute und ein Gamedrive im Chobe Nationalpark morgen. Gott sei Dank kam ich zu spät und das große Boot der Lodge war schon unterwegs. So kam ich in den Genuss einer privaten Pirschfahrt mit tollen Tiersichtungen im Chobe Park heute Nachmittag und einer privaten Bootstour morgen früh. So muss ich nicht mit den großen Reisegruppen, die hier im Hotel sind auf ein großes Boot und habe im Nationalpark neidische Blicke aus voll besetzten Jeeps geerntet. Von wegen „ wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“ Hier heißt es: „there is no rush in Africa!“ Die Elefanten, die uns heute sehr nahe kamen, sahen das Gott sei Dank genauso. Ab morgen geht es wieder in den weiten Busch – Hurra!

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07.05.18 Paradies in Sambia und Flug der Engel

Sonnenaufgang auf der Terrasse des Victoria Falls Hotels – was für ein Anblick! Die Sonne steigt durch die Gischtwolken des fast 2 km langen Wasserfalls nach oben. Bis zu 900 Meter soll diese hoch steigen, um dann als Regen wieder auf die Erde zu kommen. Um 7:00 Uhr saßen wir beim Frühstück in der Jungel Junction, eines der Hotelrestaurants. Das üppige Buffet konnten wir auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf die Gischtwolke und die legendäre Sambesi Brücke genießen. Um 8:00 Uhr war unsere Zeit im geschichtsträchtigen Kolonialambiente auch schon wieder vorbei und wir starteten unsere zweite Etappe der Lodgebesichtigungen. Über die Sambesi Brücke, die wir zu Fuß überqueren durften, ging es nun nach Sambia. Von der Brücke bot sich noch mal ein toller Blick auf die Fälle und das Wildwasser dahinter, wo der Sambesi einigen scharfe Kehren in der tiefen Schlucht vollzieht. Abenteuerlustige starten hier zu Wildwasserrafting. Wer dann noch nicht genug hat kann sich an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia beim Bungeejumping in die Schlucht stürzen. Ich war bereits mit dem Blick nach unten zufrieden! 5 Lodges standen auf unserem Plan, die alle in 20 – 40 Minuten von den Viktoria Fällen zu erreichen sind, einige sogar mit Helikoptertransfer, den die Gäste im Anschluss an einen Rundflug über die Wasserfälle dazu buchen können. Auch Boottransfers können organisiert werden. Die Lodges in Sambia sind ebenso fantastisch am Sambesi gelegen (ganz komisch übrigens, wenn der Fluss plötzlich in die andere Richtung fließt) und unser Streifzug durch das „Ambiente Magazin“ ging weiter. Wunderschöne Pools – mit Sambesi Wasser gefüllt – großzügige Terrassen mit schönen Loungemöbeln, geschmackvolle Zelte und Zimmer. Auch hier paradiesische Vethältnisse für Hochzeitspaare, die hier in den Genuss von privaten Sunsetcruises auf dem Sambesi, privatem Dinner und freistehender Badewanne auf ihrer Terrasse – Sambesiblick inklusive – kommen können. Ob Thorntree River Lodge, Toka Leya oder Tongabezi, alle sind wunderschön gestaltet, bieten traumhafte Ausblicke, umfangreichen Service und laden zum Verweilen ein. River Club bietet wieder kolonialen Charme mit pektakulärem Ausblick vom Bett auf den Sambesi. Absolut hingerissen waren wir von der Waterberry Lodge. Mit nur sieben Zimmern in einem wunderschönen, perfekt gepflegten Garten, sehr persönlich. 3 Zimmer haben Blick auf den Fluss, eines davon stand leider unter Wasser, da der Sambesi durch ausgiebige Regenfälle in Angola, dieses Jahr einen besonders hohen Stand hat. Die Zimmer sind einfach, sauber und sehr geschmackvoll. Vielleicht liegt es am deutschen Manager, der an diesen Standort sein Herz verloren hat und nach Sambia gezogen ist, oder an dem äußerst liebenswerten Empfang, wir haben uns sofort wie zu Hause gefühlt. Dabei wussten wir nicht, was uns noch erwartete. Ein kurzer Spaziergang durch den Garten über einen teilweise überfluteten Weg – Barfuß ist bei den Temperaturen ja sehr angenehm – führte uns zum Farmhouse. Dieses bietet 4 Schlafzimmer mit Bad, ein großzügiges Wohnzimmer, Küche (die zur Freude von Mutti nicht nur mit allen Gerätschaften, sondern auch noch mit einem Koch ausgestattet ist), eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten und einen traumhaften Pool. Das ganze ist ab 4-10 Personen mit vollem Service und Ausflugsprogramm zu buchen. Ich kann nur sagen: „vergesst die Finca auf Mallorca, auf nach Sambia!“ Zurück in Simbabwe checkten wir in den Victoria Falls Safari Club ein, schnappten uns die Kameras und fuhren wieder los. Flight of the angels nennen sich die Helikopter Flüge über den Victoriafällen. Dieses Abenteuer haben Carina und ich uns noch gegönnt, da wir die Fälle bei unserem Besuch letzten Mittwoch – uns kommt es vor wie vor einem Monat, soviel haben wir seitdem gesehen und erlebt – ja eher gespürt als gesehen haben. Nicht billig, aber es hat sich absolut gelohnt. Was für ein Anblick auf den riesigen Strom, die in dieser Jahreszeit durchgehenden Fälle und die enge Schlucht dahinter, die sich im Zickzack durch das Land gefräst hat. Wow!!! Zurück im Hotel wurden wir von einer Dame unserer Agentur vor Ort begrüßt. Mit Blick über die endlose Buschlandschaft kann man bei einem Gin Tonic hervorragende Geschäftsmeetings abhalten! Fast übergangslos wurden wir zum Abendessen abgeholt – duschen und umziehen war bei unserem Terminplan mal wieder nicht drin, ein Hoch auf die Katzenwäsche! Es war bestimmt gut gemeint und eine Erfahrung wert, dass man und ins Boma Restaurant geladen hatte, aber im Nachhinein wären wir lieber in unserer stilvollen und ruhigen Lodge geblieben. Die asiatischen und amerikanischen Gäste hatten offensichtlich ihren Spaß an afrikanischen Tänzen, gemeinsamem Trommeln, Weissagung und Zöpfchen flechten, ich habe mich nach der Ruhe im Busch und dem großartigen Sternenhimmel zurück gesehnt.

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06.05.18 – Es gibt viele Hotels Victoria Falls

Sonnenaufgang über dem Sambesi – was für eine Stimmung!
Die Zambezi Sands Lodge liegt direkt am „Mighty Zambezi“.
Wie wir beim Paddeln gestern Nachmittag feststellen konnten, ist der Wasserstand und die Fliessgeschwindigkeit in dieser Jahreszeit sehr hoch. Carina und ich mussten sich dieser Herausforderung gemeinsam in einem Boot stellen, die anderen waren je mit einem Guide im Boot. Anfangs war uns sehr mulmig zumute. Das Kopfkino bietet folgende Varianten: wir erreichen aufgrund der Strömung das Ufer nicht rechtzeitig und rauschen bis zu den Viktoria Fällen durch. Wir kentern und die Krokodile sind schneller als wir. Wir stoßen mit einem Nilpferd zusammen. Die Guides haben uns versichert, dass alles sicher ist und wir legten ab. Nach einigen Minuten hatten wir unser Boot im Griff und konnten den Sonnenuntergang auf dem Sambesi genießen. Das Wasser war warm, sodass es nicht allzu schlimm war, dass unsere Hosen beim Paddeln pitschnass wurden. Die morgendliche Szenerie, wenn die Sonne durch den aufsteigenden Nebel scheint und der mächtige Strom vorbei rauscht hat etwas Magisches. Ich könnte tagelang dort verweilen und Millionen von Litern Wasser an mir vorbei ziehen lassen. Doch getreu dem Motto:“der frühe Vogel fängt den Wurm“, brachen wir um 7:00 Uhr auf zu einem Busch Walk. Es ist so interessant die ganzen Spuren zu lesen. In der Nacht waren dort viele Elefanten unterwegs, Giraffenspuren waren zu sehen und sehr große, sehr frische Löwenspuren. Zur Freude unseres Guides ( zu unserem Schutz bewaffnet) entdeckten wir auch frische Leopardenspuren von einem bisher unbekannten Weibchen. „There is a new girl in town!“. Während ich den Bericht schreibe, stecken wir übrigens auf einer Sandpiste in Sambia fest. Unser Fahrer ist mit einem entgegenkommenden Pickup auf dem weichen Sand zusammen gerutscht. Nachtrag: nach 15 Minuten rangieren sind die Autos um einige Kratzer reicher, aber erfolgreich getrennt. Wir haben die Büsche, in denen wir die Löwen vermuteten, unversehrt umrundet und kamen ans Ufer des Sambesi, wo ein Buschfrühstück auf uns wartete. Eine köstliche Henkersmahlzeit bevor wir uns von unseren wunderbaren Gastgebern der Imvelo Lodges verabschiedet mussten. Wir hatten 6 Tage und 5 Nächte in unterschiedlichen Lodges, hatten ein wahnsinniges Programm, so viele herzliche und gastfreundliche Menschen kennen gelernt – mir kommt es vor, als wäre ich schon drei Wochen unterwegs. Danke an Imvelo, Marc, Matthew, Sibs, Gica ….und alle anderen Beteiligten für eine großartige Zeit und die vielen Eindrücke und Erlebnisse, die ich mitnehmen darf! Um 11 Uhr waren Carina und ich bereits wieder in Victoria Falls (schon toll was man alles machen kann, wenn man so früh aufsteht!) und luden unser Gepäck im legendären Victoria Falls Hotel ab. Kurz nach dem CheckIn ging es los zur Site Inspection, der Besichtigung von diversen Hotels und Lodges in und um Victoria Falls. So richtig Lust hatten wir ehrlich gesagt nicht, aber wir sind ja nicht (nur) zum Vergnügen hier. Abschließend kann ich sagen, dass die Pflicht auch mal zur Freude werden kann! Man wird z.B. mit dem Speedboat zur Victoria Falls River Lodge gefahren und genießt eine 15 minütige Fahrt auf dem Sambesi inklusive Tiersichtungen. Wunderschön designte Unterkünfte, traumhafte Ausblicke und ein extra Camp auf einer Insel für ungestörte Zweisamkeit ohne Kinder. Für alle die noch nicht verheiratet sind, definitiv ein Ziel für die Flitterwochen! Um uns die Fahrt über die holprigen und staubigen Pisten zu ersparen wurden wir mit dem Boot auch noch zur nächsten Lodge auf der Liste gebracht. Die Old Drift wurde erst 4 Tage vorher eröffnet, und erneut fühlten wir uns, als würden wir durch ein „Schöner Wohnen“ oder „Ambiente“ Magazin spazieren. Unser Zeitplan war viel zu eng und wir kamen mit ziemlicher Verspätung im Elefant Camp an. Unser geplanter Lunch dort wurde ersatzlos gestrichen, komisch war doch erst 16:45!? Stattdessen durften wir an einer besonderen Begegnung teilhaben – meet and greet mit Sylvester, benannt nach dem Guide, der vor zwei Jahren ein kleines Kätzchen im Busch gefunden hat. Der Kleine wurde von Hand aufgezogen und ist jetzt ein stattlicher 60 kg Gepard. Da er nie „Jagdunterricht“ hatte, kann er zwar Beutetiere fangen, aber nicht töten. So ist er, als er ausgewachsen war zum Elefant Camp gekommen, wo er auf dem Gebiet des Victoria Fall Nationalpark spazieren gehen kann, sich theoretisch auf ein Rendezvous einlassen könnte und dann, ganz fauler Kater zum Essen nach Hause kommt. Zum Fototermin mit uns war er angeleint, ein wunderschönes, riesiges Tier. Ich habe noch nie so einen großen Geparden gesehen. Ausnahmsweise durften wir ihn auch streicheln und wissen jetzt, dass sie viel weicher aussehen als sie sind. Weiter ging unsere Besichtigungstour vom West Camp, einer exklusiven Erweiterung für kleine Gruppen. Essen wurde weiterhin durch stramme Haltung ersetzt. Aber einen Drink bekamen wir immerhin, es war ja auch schon nach 17 Uhr. Endlich konnten wir unsere Zimmer beziehen und sind nach kurzem Boxenstop auf dem schnellsten Wege zum Lookout Cafe zum Essen gefahren. Die spektakuläre Aussicht konnten wir leider nur noch erahnen, aber das Essen kam erfreulich schnell und war ebenso köstlich wie der Pinotage. Ein weiterer großartiger Tag in Simbabwe ging zu Ende.

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk

05.05.2018

Luxus – der Wecker klingelte erst um 6:00 Uhr. 6:30 Frühstück, aufgrund der morgendlichen Kälte drinnen, 7 Uhr Abfahrt. 4 von uns zur Pirschfahrt, Ali und ich zum Reiten. Ich wollte die Möglichkeit nutzen den simbabwischen Busch vom Pferderücken zu erkunden. Wenn auch nur für 90 Minuten, es war toll und schreit nach Wiederholung. Mehrtägige Reitsafari wird auf meiner ToDo- Liste ergänzt! 09:45 Ankunft in der Lodge, duschen, packen, 10:25 Brunch, 11:15 Abfahrt zum Elefant Express, der uns in gut 2 Stunden durch den Busch wieder nach Dete brachte. In Deutschland undenkbar, dass ein mit Kohle beladener Güterzug rückwärts zum Ausweichgleis fährt, um eine kleine Touristenbahn durchzulassen, aber in Afrika ist alles möglich. In Dete mussten wir uns schweren Herzens von Sibs verabschieden, der uns mit seinem Wissen und seiner fantastischen Art ein paar unvergessliche Tage bereitet hat. Mit einer Gruppe Nordamerikanern sitzen wir jetzt in einem Kleinbus auf dem Rückweg nach Victoria Falls, wo uns die letzte Station unserer Imvelo Tour am Sambesi erwartet –  hoffentlich noch bei Tageslicht. Reiseblog auf dem Handy im wackelnden Bus schreiben, ist übrigens nicht einfach!

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk

04.05.2018

Ich muss noch von gestern Nachmittag berichten. Außer den Löwen in der Dämmerung war uns noch nichts Spektakuläres begegnet. Morgens hatten wir als Highlight eine Gepardin (eine von geschätzt 90 in ganz Simbabwe), die sich die Eisenbahnschienen als Aussichtspunkt ausgesucht hatte. Sie lief auf die Gleise, hielt ein bisschen Ausschau, zeigte sich von allen Seiten, setzte sich gemütlich und ließ sich schließlich im Gleisbett nieder. Sie nutzte das einzige Zeichen der Zivilisation zur Tarnung. Hinter den Schienen war sie für Beutetiere nicht zu sehen und sie konnte entspannt abwarten, bis sich Ihr Mittagessen den Schienen näherte. Ab und zu hob sie den Kopf, mehr brauchte sie nicht zu tun. Ob ihre Taktik aufging oder der nächste Zug zu früh kam, haben wir leider nicht mehr erfahren. Wir hatten eine Verabredung mit den Kindern des Dorfes. Gemeinsam mit 2 weiteren Autos von Imvelo fuhren wir zur Dorfschule und sammelten unterwegs immer mehr Kinder ein, die sich singend und strahlend einen Platz in den Autos suchten. Unser Jeep war am Ende mit Sibs, unserem fantastischen Safariguide, Matthew unserem wunderbaren Reisebegleiter von Imvelo, uns sechs ladies und 18 Kindern beladen. Mit lautem Gesang, Lachen und Hupen wurde viele Runden durch das Dorf gefahren, bevor die Kinder sich im Schulgarten aufreihten und nochmals für uns tanzten. Eine Gruppe junger Frauen und Männer hatten traditionelle Tänze mit Trommeln und Gesang einstudiert und wir durften der Uraufführung beiwohnen. Es war eine tolle Stimmung mit viel Freude auf beiden Seiten. Imvelo hat einen großen Karton mit Marmeladenbroten mitgebracht, die wir an die Kinder verteilen durften, die sich brav und ordentlich in einer langen Schlange anstellten. Abgerundet wurde der Besuch beim Dorfoberhaupt Mr Johnson und seiner Frau Dorothee, die uns nicht nur viel über ihre Kultur erzählten, sondern uns auch zeigten wie sie lebten. Das war zu unserem Erstaunen sehr großzügig, allein die Größe der Küche von Dorothee würde manche deutsche Hausfrau neidisch machen. Auch ein Besuch des Marktes, der nur aus Kunsthandwerk bestand und auf dem wir Dorothee als Geschäftsfrau wiedersahen gehörte zum Dorfprogramm. Unser Lunch erwartete uns an einer Senke, die jetzt nach der Regenzeit mit Wasser gefüllt war. Eine wunderschöne Szenerie mit Seerosen und Wasserlilien, davor 2 schön gedeckte Tische und weiter abseits 2 Massageliegen. Wie immer auf der Reise gab es gutes Essen, kalten Weißwein oder Gin Tonic (wegen der Malaria). Unsere Mitreisende Ali, spezialisiert auf Reitsafaris, kam mit Dennis und Sharon auf ihren Pferden dazu. Imvelo hat eine Partnerschaft mit den Pferdebesitzern und es werden Reitprogramme angeboten. Mitten im Busch ein Lunch mit wunderbarem Service. und einer kurzen Entspannungsmassaage danach, war irgendwie unwirklich, aber ein tolles Erlebnis. 90 Minuten in unserer neuen Unterkunft der Camelthorne Lodge reichten zum Zimmerbeziehen, „auffrischen“, Emails checken, Fotos posten und Kaffee trinken. 16 Uhr ging es wieder in den Jeep. Ein Elefant ganz nah am Weg, der die Bäume schüttelte, um die Früchte runter zu holen, das uns schon bekannte Löwenrudel, dieses Mal waren die Halbstarken in Begleitung ihrer Mütter. Kurze Aufgeregtheit als unser Jeep sich näherte, danach war Gruppenkuscheln angesagt. Eine Giraffe stand Fotomodell im stimmungsvollen Licht der untergehenden Sonne und dann tauchte ein einsamer Elefant auf. Der Jeep stoppte und Sibs entschied, dass jetzt die Zeit gekommen ist, uns zu erklären, wie man sich zu Fuß an einen Elefanten anpirscht. Ich kann nur sagen, der Herr versteht sein Handwerk – unbemerkt schlichen wir dem Riesen immer näher, und ich wette, dass wir uns alle fragten, ob diese Riesen wirklich so sanft sind, als er 15 Meter an uns vorbei schritt. Matthew zeigte uns den Sinn der Buschregel: die Gefahr kommt selten von vorne, sondern meist von hinten, also schau immer auch nach hinten, wenn Du vorne fasziniert etwas betrachtest. Von uns deutschen Stadtmädels unbemerkt, näherte sich aus entgegengesetzter Richtung ein weiterer Elefant – wie gut dass die zwei Männer so gut auf uns aufpassen. Unseren Sundowner hatten wir bei unserer aufregenden Pirsch zwar verpasst, aber dafür ein cooles Gruppenfoto vor dem Elefanten bekommen. Gin und Tonic wurde später am Lagerfeuer serviert, Dinner under the stars war wie immer köstlich und 3 von uns brachen dick eingemummelt zum Nightdrive auf. Afrikanische Känguruhs, Minihüpfer, die sich wie Kängurus fortbewegen aber ein bisschen wie Kaninchen aussehen, sahen wir fast an jeder Ecke, Elefanten und einer Büffelherde im Dunklen zu begegnen, lässt die Müdigkeit schnell vergehen und die Kälte fast vergessen. Müde und frierend ging es gegen 22:45 ins Zimmer, dass durch den offenen Kamin schön aufgewärmt war. Ich brauche glaube nicht erklären, warum ich nichts mehr geschrieben habe.

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk

03.05.18 – Buschspaziergang und Eisenbahnfahrt

05:45 wurde ich freundlich geweckt und ein kleines Frühstück wurde serviert, bevor wir zu unserem Buschspaziergang aufbrachen. Unsere Gruppe hatte sich geteilt, 3 waren mit dem Jeep unterwegs, 3 gingen zu Fuß auf die Pirsch. Wir waren froh, dass die Sonne schien und die
Temperaturen langsam nach oben kletterten. Abends und morgens ist man in dieser Jahreszeit froh über warme Kleidung. Fleecejacken und Westen sind angebracht auch auf den Jeeptouren, da es ihm Wind ganz schön kühl ist. Unser Spaziergang führte uns vom Camp über die
Elefantenpfade zu wunderschönen Wasserstellen. Dichtes Buschwerk und hohe Gräser schränkten unsere Sicht sehr ein – ein komisches Gefühl, wenn man weiß, was alles hier lebt. Frische Leoparden- und Hyänenspuren, Elefantendung überall, (sagt man das so?) Zebraäpfel
und Büffelhinterlassenschaften haben wir entdeckt – da war es schon gut, dass wir von 2 bewaffneten Guides begleitet wurden. Merkwürdige Pfeile – im deutschen Wald würde man auf Schnitzeljagd als Kindergeburtstag tippen – haben sich als Spuren von Störchen oder Kronenkranichen entpuppt. Wildes Basilikum und alle möglichen Heilpflanzen wurden uns erklärt, aber größere Tiere haben wir leider nicht erspäht. Tröstlich für uns – die andere Gruppe hat auch nichts gesehen. Wir hatten wenigstens Bewegung, auch wenn der Spaziergang an die
Achtsamkeits-Spaziergänge der buddhistischen Mönche und ihren Seminarteilnehmern in meiner Nachbarschaft erinnerte. Eine ganze Stunde hatten wir nun zu unserer freien Verfügung – ich habe die Außendusche genossen, die Tasche gepackt, Emails gecheckt und schon war es an der Zeit mein wunderbares Zelt wieder zu verlassen. Nach unserem 2. Frühstück mit frisch bereiteten Eierspeisen, wurden alle Taschen wieder im Wagen verladen und wir wurden durch die Mitarbeiter der Nehimba Lodge herzlich verabschiedet. Sie haben uns wirklich in der kurzen Zeit verwöhnt und mit extremer Gastfreundschaft betreut. Die Pirschfahrt in Richtung Süden hat uns nicht allzu viele Tiersichtungen beschert. Allerlei bunte Vögel, Adler, ein paar Zebras und Gnus. Die Vegetation änderte sich, das Buschland wich größeren Bäumen und die ersten Akazien zeigten sich. Eigentlich gehören Giraffen dazu, doch die zeigten sich leider nicht. Eine Elefantenherde kreuzte noch unseren Weg, war aber leider nicht mit unserer Anwesenheit einverstanden, sodass wir uns genötigt sahen umgehend weiter zu fahren. Bis nach Dete haben wir 2,5 Stunden gebraucht, wo unser nächstes Transportmittel auf uns wartete. Der Elefant Express wurde von Imvelo Lodges gekauft und steht nun für den Transport der Gäste der Imvelo Lodges zur Verfügung. Ein köstliches Mittagessen wurde serviert, gekühlter Weißwein und später der obligatorische Gin Tonic – als Malariaprophylaxe versteht sich. Die kleine Dieseleisenbahn rumpelt mit maximal 40 km/h durch die Landschaft, jeder durfte mal fahren und wir kamen uns vor wie bei Jim Knopf und der Lokomotivführer. Auf dem Weg sahen wir Paviane, Impalas, Giraffen und die seltenen Säbelantilopen. 84 km ging es durch den Hwange Nationalpark, wie so oft in Afrika dauerte alles etwas länger als geplant und unsere Ankunft verzögerte sich. So sind wir am „Zielbahnhof“ ausgestiegen und gleich vom Zug in den Safarijeep gestiegen, um das restliche Tageslicht auszunutzen. Weise Entscheidung, denn Sibs unser Guide hat für uns eine Gruppe von 7 Junglöwen aufgespürt, die in der Abendsonne dösten. Endlich mal Raubtiere – wenn Sie auch wie kuschelige Steifftiere aussahen. Unser Bomani Camp erreichten wir erst im Dunkeln, hatten 20 Minuten, um die Zimmer zu beziehen und etwas frisch zu machen und haben uns dann mit Marc, dem Eigentümer der Imvelo Lodges getroffen. Bei gutem Wein gab es eine Präsentation über die Geschichte der Safari Lodges und das beeindruckende Engagement der Firma in den lokalen Communities. Es werden Schulen gebaut, die Menschen aus den Gemeinden werden ausgebildet und angestellt, Ein Zahnarzt und Brillenprojekt organisiert, und, und, und. Morgen schauen wir uns alles an. Zum Dinner erwartete uns ein schön gedeckter Tisch im Freien, guter Wein und köstliches Essen. Es ist immer wieder faszinierend, man ist scheinbar am Ende der Welt in großartiger Natur und wird fürstlich bewirtet und verwöhnt. Schreiben konnte ich nicht mehr, bis 22:00 dauerte das Essen und der Wecker am nächsten Morgen wird um 5:30 Uhr klingeln. Frühstück um 6:00 Uhr, bis dahin muss gepackt sein!

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk
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