Reise Tansania 2016 – northern circuit

08.02.2016 Tansania FEB 16

 

 

08.02.16

Am 11.2.16 geht´s los! Wir fliegen über Istanbul nach Kilimanjaro und fahren weiter nach Arusha. Nach einem kurzen Nickerchen werden wir mit dem Safari Jeep die nördlichen Nationalparks Tansanias besuchen. Von dieser Reise möchte ich Euch im Blog berichten.

Folgt uns auf dieser spannenden Reise!

Kategorie: Reise Tansania 2016 - northern circuit | von: Martina Volk

09.02.2016

Für 3 Tage dürfen wir noch nach Sansibar.

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10.02.2016 Wir können´s kaum abwarten!

Wenn es Euch auch so geht, könnt Ihr jetzt meinen Reisebericht von Oktober 2014 lesen.

Reisebericht – Tansania mit Kindern

Ein bisschen skeptisch waren wir schon! Kann man den Jungs (Basti 7 + Benji 11) den langen Flug – die Rückreise von Sansibar über Daressalam, Nairobi und Zürich nach Berlin dauerte 23 Stunden – zumuten, sind die Fahrten mit dem Jeep zu anstrengend, bekommt Ihnen das Klima, das Essen, die Impfungen???

Im Nachhinein können wir sagen: Unbedingt!!! Diese Reise war der absolute Höhepunkt unserer gemeinsamen Familienerlebnisse.

Dank Bordentertainment ist der Flug entspannt: „Mama, ich habe drei Filme geschafft!“

Die Zeitverschiebung ist bei ein bis zwei Stunden zu ignorieren und Daressalam erwartete uns bei angenehmen 30 Grad.

Omari unser Fahrer und Begleiter für die nächsten 7 Tage wartete bereits am Flughafen und brachte uns in einem gekühlten Van in unser Hotel Dar Es Salaam Serena, wo wir den Abend bei tansanischem Bier und gutem Essen verbrachten.

Unsere Frage, ob dieser durchaus gemütliche Van aber auch das richtige Safari Gefährt wäre, wurde am nächsten morgen beantwortet, als Omari mit dem beeindruckenden Toyota Jeep in die Einfahrt des Hotels bog und die Kinderaugen zum Strahlen brachte. „Krass“, „wow“!

Los ging´s durch die Straßen der größten Stadt Tansanias, immer weiter Richtung Mikumi Nationalpark, die Hochhäuser wichen kleinen Reihenhäusern, die Geschäfte wandelten sich zu Straßenmärkten. Alles wurde direkt an der Straße angeboten: Obst, Gemüse, Baustoffe, Möbel, Särge, viel zu gucken.

Durch kleine Dörfer, vorbei an Massaihirten mit ihren Herden erreichten wir nach ca. vier Stunden den Mikumi Nationalpark. Der erste Affe wurde noch an der Landstraße vor dem Eingang entdeckt, auf dem Weg zum Camp folgten noch Giraffen und Zebras.

Schnell eingecheckt in Stanleys Kopje genossen wir zum ersten Mal den Ausblick vom Restaurant auf dem Hügel, die grandiose Aussicht auf die weitläufige Steppe  und das nahe gelegene Wasserloch, an dem wir während unseres Aufenthaltes große Büffelherden, Zebras, Elefanten, Warzenschweine und Giraffen beim Trinken beobachten konnten.

Die Sorge bzgl. des Essens wurde uns auch gleich genommen: Spaghetti mit Tomatensoße!

Unsere Pirschfahrt am Nachmittag bescherte uns gleich eine Vielzahl von Tieren, denen wir teilweise näher kamen als es im Zoo möglich ist.

Der Mikumi besticht mit seiner Weite und seiner Ruhe. Wir waren mit der Natur und den unglaublichen Eindrücken alleine. An diesem ersten Tag haben wir kein anderes Auto gesehen – Privatführung, beeindruckend!

Am nächsten Morgen genossen wir eine Stunde an einem Wasserloch, das uns wie das Paradies vorkam. Hunderte von Vögeln, Weiß- und Schwarzstörche, Pelikane, Kormorane, diverse Entenarten und Reiher, dazu Affen- und Warzenschweinfamilien. Immer wieder kamen und gingen die Tiere, Zebras gingen, Gnus kamen, wie aus dem Nichts tauchten Giraffen auf, wie machen die das nur? Mit der Aussicht auf das nächste Ziel konnten wir uns loseisen: Krokodile und Nilpferde im „Hippopool“! Die Lunchbox genießen mit Ausblick auf diese nicht ungefährlichen Tiere – ein Erlebnis.

Omari bekam die Warnung von Parkrangern, nicht die Toiletten am nahe gelegene Picknickplatz zu nutzen, der wir bereitwillig gefolgt sind. Lag doch ein kapitaler Mähnenlöwe fünf Meter vor dem Herrenklo. Sein Rudel mit zwei Jungen lag einige Meter entfernt und entspannte nach offensichtlich erfolgreicher Jagd.

In Stanleys Kopje konnte dann der Safaritag ausklingen, nicht nur das Restaurant bot eine traumhafte Aussicht mit vielen Tieren, auch vom Pool aus war dieser zu genießen. Unser Zelt auf Stelzen, mit integriertem Bad war sehr komfortabel und ließ keine Wünsche offen. Die Geräusche der Nacht waren spannend, Löwengebrüll vertrieb die Kinder von der Terrasse in das sichere Zelt, doch von wem waren die Lauf- und Schnüffelgeräusche in der Nacht? Ein großer Elefantenhaufen vor dem Zelt hat es uns am nächsten morgen verraten!

Schwer fiel der Abschied, doch wartete die nächste Lodge im Ruaha Nationalpark. Die Fahrt dauerte gut fünf Stunden, war aber Dank der vielen kleinen Dörfer in der abwechslungsreichen Landschaft auch für die Kinder nicht zu lang.

In Ruaha erwartete uns der gleichnamige Fluß, über den man den Nationalpark erreicht. Ende Oktober führt er nur noch sehr wenig Wasser, lässt aber an seiner Breite erkennen, was für Massen er in der Regenzeit transportiert. Die Landschaft mit den Baumarten, die ihr buntes Laub abwerfen, den Baobabs, den Sandflüssen und dem grünen Flusstal ist absolut spektakulär und ein Kontrast zum Mikumi, der mit seinen Savannenlandschaften an die Serengeti erinnert.

Unser Quartier, die Ruaha River Lodge ließ erneut Afrika Feeling pur aufkommen. „Ich hatte eine Farm in Afrika“ von Karen Blixen – so ähnlich musste es gewesen sein!

Die Unterkunft in unserer „Banda“ war wieder wunderschön, geräumig und sehr geschmackvoll.

Die Terrasse mit traumhaftem Blick über den Ruaha Fluss lud vor allem morgens zum Sonnenaufgang ein. Auch hier war das Essen super und die Familie glücklich. Vom oberen Restaurant konnte man direkt zu den Flusspferden sehen und die Elefanten auf Ihrem Weg zum Fluss, der gerne auch mal durch die Lodge führte, beobachten. Die wachsamen Massai hatten auch hier einen guten Überblick und informierten uns über alle möglichen Gefahren.

Die Pirschfahrten waren wieder sehr erlebnisreich. Beeindruckend war die große Anzahl Elefanten, für die der Ruaha bekannt ist. Wir konnten Sie beim Graben nach Wasser in den ausgetrockneten Flussbetten beobachten, beim Baden und natürlich beim Fressen. Gnus gibt es keine, dafür die wunderschön gezeichneten Kudus und Wasserböcke. Auch das scheue Dikdik, mit 30 – 40 cm Schulterhöhe eine der kleinsten Antilopen, konnten wir erspähen. Löwenrudel, spielende Affenfamilien, Strauße, Schakale, Manguren, Adler, Nashornvögel, Geier und, und, und…

Es gab so viel zu sehen und zu erleben.

Auf die Frage, wie es ihm denn nun gefalle in Tansania, antwortete Benji: „Ich komme mir vor, als gucke ich einen Kinofilm und dann merke ich, dass ich mittendrin bin!“

Mehr gibt´s nicht zu sagen.

Der Abschied von den Nationalparks und den Tieren fiel uns schwer, doch wartete noch ein Highlight auf uns: Sansibar!

Schon der Flug von Daressalam nach Sansibar war ein Erlebnis. 12 Passagiere passten in das kleine Flugzeug, Fensterplatz für alle! So konnten wir die traumhafte Landschaft unter uns genießen und es gar nicht abwarten, endlich zu diesem türkisblauen Wasser zu kommen.

Mit dem Taxi ging es zu unserem nächsten Quartier, der Red Monkey Lodge im Südosten der Insel.

Was für ein Strand! Was für ein Blick! Ein Paradies bei 28 Grad. Unser Strandhaus hatte einen kleinen Garten, der gerne von den tierischen Dorfbewohnern besucht wurde. Über uns die roten Columbusaffen in den Bäumen, neben uns die Ziegen und unter uns die Küken – es war ein buntes Treiben. Bei Flut war das Wasser 6 Meter vom Garten, bei Ebbe konnten wir weite Wanderungen (wie im Wattenmeer) unternehmen.

Durch die Lage direkt am Dorf Jambiani kam für unsere Jungs auch hier keine Langeweile auf. Der Spielplatz der Dorfkinder ist der Strand, Berührungsängste gab es nicht. Waren alle in der Schule, wurden Einsiedlerkrebse gesucht, Seeigelskelette und Muscheln.

Die Ausflüge, Gewürzplantage, Stonetown und eine Blue Safari (ganztägige Tour mit einer Dau),

die wir über die „Beachboys“ am Strand gebucht haben, waren alle gut organisiert, kurzweilig und interessant. Das Essen war auch hier super, sowohl in der Lodge als auch bei den einheimischen Restaurants, oder bei den Ausflügen.

Wir hätten es noch länger ausgehalten, doch leider rief die Schule und die Arbeit, und wir mussten unser kleines Paradies wieder verlassen.

Abschließend können wir sagen: Kein Urlaub zuvor war so harmonisch und entspannt. Kein Animateur der Welt schafft es, Kinder so zufrieden und ausgeglichen zu bekommen wie dieser Urlaub. Es gab während der ganzen 14 Tage keinen Streit, kein Gebrüll, kein mir ist langweilig – und das ohne TV, Computer, Handy, Nintendo und Co.

Mit Kindern nach Tansania? Einstimmig wie selten in der Familie: „Unbedingt! Wir kommen wieder!“

Nächstes Mal geht´s in die Serengeti zur großen Tierwanderung!

Kategorie: Reise Tansania 2016 - northern circuit | von: Martina Volk

11.02.2016 Es geht los!

 

Visa gestern abgeholt. Gleich bringt uns mein Lieblingsnachbar zum Flughafen! Danke Dieter!

 

 

 

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12.02.2016 Was für ein Tag!

Vor nicht einmal 24 Stunden sind wir angekommen. 1:40 Uhr in Arusha gelandet, lagen wir um 4 Uhr bei Fransisca im Bett. Leider fingen dann auch schon die Hähne an zu krähen, da diese sich nicht mit den Imamen messen wollten, die um 5 Uhr loslegten. Schnell noch die Oropax rausgekramt und noch 3 Stunden geschlafen. Leicht zerknittert machten wir uns dann auf den Weg zum Tarangire. Wer bei diesen Elefantenherden nicht aufwacht, die direkt vor einem die „Piste“ queren ist selber schuld. Was sind das für beeindruckende Tiere!

Picknick oberhalb des Tarangire Flusses mit räuberischen Banden – tja Jana, Obst essen wird eh überbewertet!

Viele kleine und große Bewohner des Parks bekamen wir heute zu sehen. Fantastisch waren die Zebra- und Gnuherden, die vor und im Maramboi Tented Camp grasten, malerisch ummalt von den eleganten Giraffen. Man könnte fast sagen:“Kitsch as Kitsch can“, aber weit gefehlt. Als Jana mich fragte, wie man das wohl alles beschreiben könnte, dass andere wirklich verstehen was in uns jetzt vorging, musste ich leider passen. Geht nicht, Ihr müsst selber kommen!

Weiter ging’s zum Ngorongoro Krater, in den wir in der Dämmerung von der 600 Meter hohen Kante noch einen Blick erhaschen konnten, bevor das letzte Tageslicht von einem grandiosen Sternenhimmel abgelöst wurde. Wir können  nur erahnen, welche Aussicht uns morgen erwartet, aber es wird großartig!

Fix und foxi falle ich jetzt ins Bett und freue mich morgen auf einen tollen, neuen Tag.

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13.02.2016 Paradies gefunden

Als hätte der liebe Gott am Ende seiner Schöpfung alles überschüssige Material genommen und es auf die Erde geschleudert. Entstanden ist ein riesiger Krater von 19 km Durchmesser und 600 m Tiefe: Ngorogoro Krater! Hier finden die Tiere Wasser und Nahrung im Überfluss und es hat sich eine unglaubliche Tierpopulation entwickelt. Auch hier finden sich keine Worte für diese unglaubliche Schönheit – zum Heulen schön, und das meine ich ganz ernst.

Wir haben unglaublich viel gesehen, haben eingehend das Paarungsverhalten der Löwen studiert. Diesen Rhythmus kann nur der König der Tiere schaffen -Alle 15 min, 24 h am Tag, 7 Tage lang – dann ist sie sicher trächtig. In unserem heutigen Fall haben sich zwei Brüder diesen harten Job wahrlich brüderlich geteilt.

Flamingos, Adler, Sekretärvögel, Marabus, Störche, Straußen…

Gazellen, Antilopen, Gnus, Zebras, Büffel, Affen, Löwen, Hyänen… und ein Rhino!

Es ist wirklich unfassbar schön und wenn dann noch der Regenbogen über dem Krater steht, kann man schon mal Heulen vor Glück!

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14.02.2016 Big Five – abgehakt

jetzt gehen wir über zur Kür.

Als erstes muss ich leider sagen, dass das tansanische Internet meine hehren Pläne eines täglichen Blogs mit schönen Fotos ziemlich torpediert. Das Hochladen der Fotos stellt sich als ziemlich schwierig dar und die rote Error Meldung trübt meine gute Laune ab und an ein wenig. Verzeiht also, wenn die Bilder gar nicht oder verspätet erscheinen – I do my very best.

Nach dem grandiosen Tag im Ngorogoro waren wir heute recht relaxt im Jeep und waren schier geflasht an unserem 1. Fotostopp. Ca 100 Giraffen in einer traumhaften Landschaft, man sagt hier sei die Wiege der Menschheit (gut gewählt liebe Vorfahren). Eine bestimmte Akazienart lockt diese mächtigen und eleganten Tiere an, und für uns war es unfassbar schön, diese Tiere zu beobachten. Danach ging es weiter in Richtung Serengeti, vorbei an riesigen Herden von Gnus, Zebras und Antilopen. Diese bunten Punkte in der herrlichen Landschaft noch durch ein paar Störche, Marabus oder Sekretärvögel aufgelockert. Das nächste Highlight des Tages ließ uns grübeln, warum Aasfresser wohl allesamt so häßlich sind. Ob Hyäne, Geier oder Marabu, keiner von Ihnen ist so wirklich schön, aber faszinierend sind sie allemal.

Weiter gings durch endlose Steppen. Dann wechselte die Landschaft und im hohen Buschgras fanden wir einen wunderschönen Geparden und später (leider umringt von vielen Jeeps) einen Leoparden. Man könnte jetzt sagen: Mädels, Ihr könnt nach Hause kommen, ihr habt die Big Five gesehen‘

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15.02.2016 Familienbande und ein Leopard

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Der Form halber möchte ich mitteilen, dass der Bericht über die Big Five der Bericht vom 14.2. war – das Hochladen dauerte leider wieder etwas länger. Auch das Laden der Fotos war wieder ein voller Erfolg: Sehen Sie, Sie sehen nichts. Spätestens wenn wir wieder in Berlin sind, wird alles eingestellt.
Wie gesagt, Ihr seht nix, wir dafür umso mehr. Getreu o.g. Motto saßen wir auch heute wieder um 6:30 beimFrühstück und um 7 im Jeep. Belohnt wurden wir mit einem hübschen Motiv. 17 Löwen beim Verspeisen eines Büffels. Dieser war den Abend vorher verendet und dann von dem Rudel gefunden worden – was für eine Einladung für die tollen Katzen. Es war atemberaubend, diesem Mahl beizuwohnen, keine 10 Meter entfernt. Wir waren wach, hellwach. Weiter auf dem Weg gab es noch Impalas beim Frühsport , Elefanten die Bäume umknicken, dösende Hippos, quirlige Mangusten und dann: ooohhh!
Unser Privatleopard! Ca. 15 Jeeps parkten und waren auf der Suche nach einem Leoparden der zuvor dort gesehen worden war. Wir fuhren weiter und entdeckten ca. 1 km entfernt einen Leoparden im hohen Gras – was für ein Glück und niemand sonst hat’s bemerkt. Wir haben dem prachtvollen Männchen eine halbe Stunde folgen können. Immer wieder tauchte er elegant aus dem hohen Gras vor unseren Linsen auf. Und das nur für uns.
Aus der Ferne entdeckten wir einen weiteren Leo auf einem Baum, schauten noch einem Krokodil ins Maul und fanden eine weitere dösende Katze in einem Baum – ja, auch Löwen können klettern!

Zum Mittag fuhren wir in unsere traumhafte Serena Serengeti Lodge und ließen uns beim Lunch verwöhnen. Pool mit Aussicht, Digdigs (kleinste Antilopenart, 5kg) vor dem Fenster, leichte Brise – fast wie Urlaub.
um 16 Uhr ging’s wieder los – was soll denn jetzt noch kommen, wir haben doch schon soviel Großartiges gesehen?

Hippopool! Ca 150-200 Nilpferde, keine 20 m von uns entfernt. Dick und fett, mit Jungtieren lagen sie dicht gedrängt in einem Flußlauf, zum Nachmittag langsam erwachend. Weiter ging’s und wir blödelten mit Heriel, unserem hervorragenden Fahrer und Safariguide rum, dass die Aufgaben die wir ihm stellen zu einfach seien, wir hatten ja schon alles gesehen: die riesigen Herden der Migration, Gnus mit Babys, Giraffenherde, Büffel, Rhino, Löwen, Leopard, Gepard, Nilpferde, verschieden Adler, die Versammlung der Aasfresser, Mangusten, Affen! Die nächste Aufgabe: Großkatzen mit Jungen + Geparden bei der Jagd! 1 Minute später (und ich meine 1 Minute!!!) starkes Bremsen „cheeta!“
Drei Geparden, von denen tatsächlich einer von Ihnen los rannte, um zu jagen. Die anderen Beiden chillten derweil in der Sonne. Erfolglos kam er zurück, wurde aber von seinem Bruder herzlich empfangen und beschmust, es waren eine Mutter mit Ihren Söhnen, die das Jagen erlernen müssen. Heriel hatte die nächste Aufgabe unverzüglich erledigt, zu unserer vollsten Zufriedenheit 😜
Auf dem Weg zur Lodge begegnete uns noch eine Pavianfamilie, wie herrlich doch das Landleben in einer Großfamilie sein kann! Eine Karawane von ca 50 Affen zog an uns vorbei, müde vom Tag, angeführt vom mächtigen Oberhaupt auf dem Weg zum nächtlichen Schlafplatz. Was für ein Bild: die Halbstarken tanzten ein bisschen aus der Reihe, die Kleinsten, teils schlafend, teils uns mit großen Augen anschauend, auf dem Rücken ihrer Mütter.

Als die Sonne hinter den Bergen der Serengeti verschwand, ließen wir noch eine Herde Giraffen vor unserem Auto die Piste queren – die können wirklich in Zeitlupe springen! Wieder eines dieser Bilder: Ein Zug von Giraffen im Gegenlicht der untergehenden Sonne – wieviel Kitsch kann der Mensch denn ertragen? Wir sind erst vier Tage auf Safari und haben noch vier vor uns! Aber ich glaube, es geht noch was! Morgen früh geht es weiter: neue Lodge, neue Abenteuer.

Wir sind glücklich!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kategorie: Reise Tansania 2016 - northern circuit | von: Martina Volk

16.02.2016 Ach ist das schön grün hier

7:30 Aufbruch. Morgens sind die Tiere noch so schön aktiv (geht uns eigentlich ganz anders). Aber für die Elefantenherde hat es sich wieder mal gelohnt, mit den frühen Vögeln auf Würmerjagd zu gehen. Einige Jungelefanten haben für uns eine private Spielrunde aufgeführt. Wie kleine Kinder: raufen, fangen, ärgern und denn mit einer Ladung Wasser im Rüssel losmaschieren und die anderen bespritzen. So tolle Tiere! Man sollte den Asiaten nochmal erklären, dass das mit dem Horn bei Menschen so gar nix bringt und die Giganten einfach in Frieden ihr Leben führen lassen. Noch immer werden zu viele von Ihnen ermordet für ihr Elfenbein.

Aus der Ferne konnten wir noch einen Leoporden in einer Akazie bestaunen, bevor wir zum Picknickplatz aufbrachen. Dieses Mal waren es keine Affen, die um unser Essen buhlten, sondern kleine Murmeltier ähnliche Tiere – der Hyrax.

Danach ging die Fahrt durch weite Wiesen, in allen Grünschattierungen in Richtung Kirawira, ein paar Bäume, ein paar Sträucher – es könnt so schön sein – wären da nicht die Tsetse Fliegen, stechfreudige Insekten, unseren heimischen Bremsen im Aussehen und Verhalten ähnelnd. Wenn’s draußen nicht viel zu sehen gibt, geht man halt im Auto auf Safari: TseTse suchen und eliminieren! Das Ziel hat sich gelohnt: Serena Kirawira Lodge. Da das mit den Fotos ja nicht so klappt, wer neidisch werden möchte, kann ja mal googeln! Luxus Camping! Ein Traum! Ist schon lange her, das ich Essen mit Silberhaube serviert bekam und das ganze auf Villeroy und Boch und mit Silberbesteck – in einem Zelt! Und das Essen auch noch schön und super lecker und der Rotwein hervorragend und der Pool mit Aussicht auf die Ebene und, und, und… Schaut’s Euch an!

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17.02.2016 …the Lions sleep tonight

Also eher: the lions slept today. Nach einem kurzen Frühstück saßen wir um 7 Uhr wieder mit Hereli im Jeep, Morgenvisite bei den Hippos und Krokodilen im Grumeti Fluss. Herrliche Stimmung bei unseren äußerst eleganten Hippofreunden, ab und an ein bisschen Gebrüll und Geplatsche, ein Nachzügler vom nächtlichen Weiden kam behende die Uferböschung herunter und ließ sich fast lautlos wie ein Turmspringer ins Wasser  gleiten. Wirklich genau so war’s, oder zumindest so ähnlich. Die Krokodile kamen zum Sonnen auf die Steinbänke und zeigten ihre Schuppen, übrigens auch grün, ach ist das schön grün hier!

Die Brücke, eher gesagt eine steinerne Furt über den Fluss war dank einiger großer Baumstämme nicht zu passieren und wir konnten nicht an das andere Ufer, wo eigentlich mehr zu sehen sein soll. Aber wie so oft im Leben hat das vermeintlich Schlechte doch sein Gutes. Auf unserer Alternativroute entdeckten wir ein Löwenrudel, erst 3 – Mama, Papa und ca. 6 Monate altes Junges. Dann entdeckten wir eine weitere Löwin, die unter einem Busch döste. Der Rudelvorstand, ein sehr hübscher, stattlicher Löwe mit schicker Frisur, fühlte sich von uns gestört und verließ die Szenerie. Der Jeep folgte ihm und wir entdeckten den 2. männlichen Löwen, ebenfalls sehr stattlich und offensichtlich der Bruder des Papas. Er fauchte uns ordentlich an und hinterließ mächtigen Eindruck, später sahen wir allerdings, dass er stark humpelte und kaum laufen konnte, aber gut gebrüllt Löwe! Wir hoffen, dass die Ranger, die wir informiert haben, ihm helfen können. Zurück bei unserer kleinen Familie, entdeckten wir, dass mindestens ein weiterer Junglöwe im Gebüsch versteckt war. Während wir noch völlig verzückt dem familiären, außerordentlich liebevollen Treiben der Familie folgten, zogen in der Ferne 2 weitere Löwen vorbei.Schon setzte sich der Jeep wieder in Bewegung und wir mussten feststellen, dass weitere insgesamt 8 Tiere zum Rudel gehörten. Es ist so faszinierend diesen Katzen so nahe zu sein, Blickkontakt mit ihnen aufzunehmen und sie zu Studieren. Manche sind total entspannt und man kann Ihnen fast über die riesigen Tatzen fahren, andere fühlen sich gestört und antworten mit lautstarke Drohgebärden, dass wieder die Frage aufkam, ob die Löwen auch wirklich nicht in das geöffnete Dach springen können. Wir konnten beobachten, wie 2 Halbstarke in ca 3 Metern Höhe in einem Busch rum kletterten und bekamen dann auch noch bestätigt, dass wirklich 3 kleine Kätzchen zum Rudel gehören. Steiff hätte sie nicht besser und niedlicher machen können! Das ausdauernde Beobachten der Tiere, wir waren  mindestens 2 Stunden bei den Löwen, ist äußerst beruhigend, fast meditativ, der Geist bleibt im Hier und Jetzt und Deutschland ist far, far away – wir haben gehört, Ihr habt richtig Schmuddelwetter, uhhhhh. Wir haben noch ein paar Runden in unserem Pool mit Aussicht gedreht, Mittags und Abends hervorragend in der Lodge gespeist  und gehen jetzt müde und entspannt in unser Luxuszelt. (und damit die Entspannung nicht flöten geht, versuche ich das mit den Fotos gar nicht erst – no more errors! Wird alles nachgeliefert, versprochen!)

Und morgen, neue Lodge und neue Abenteuer!

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