31.01.2019 – Wie viele Gnus siehst Du?

Unsere Nacht im Angata Camp war wunderbar und wir sind nicht erfroren. Das Frühstück um 06:00 Uhr war köstlich und wir haben in einen wunderschönen Sonnenaufgang geschaut. War das herrlich in dieser Ruhe – derzeit sitze ich in der Thorn Tree Lodge, wunderschöne Lage, weiter Blick in die Steppe und eine junge amerikanische Reisegruppe. Das Gekreische als sie ihre Zelte bezogen, war lauter als wenn die Models aus Germanys Next Top Model in die Modelvilla ziehen.

Zurück zum Angata – es war so schön ruhig und wir wurden so herzlich bewirtet und auch verabschiedet: „thank you for staying and keep your smiles!“

06:30 Uhr ging es wieder los, am Rande des Kraters vorbei und auch an den Massaidörfern. An der Kante des Grabenbruchs, standen die Giraffen – wie auf der letzten Reise auch, ein Panorama sondergleichen und wieder muss ich daran denken, dass unsere Ururururvorfahren einen fantastischen Platz ausgesucht haben, um die Menschheit zu begründen. Weiter ging es über die Ngorongoro Highlands und die ersten Zebras und Gnus erschienen. Martina 2 und Anna hatten es nicht glauben wollen, aber wir sahen tausende und abertausende von Gnus, Zebras und Thomson Gazellen. Dieses Schauspiel muss man selbst erlebt haben, auf Fotos ist das nicht zu beschreiben. Im Gegensatz zum Krater, waren hier noch keine Kälber geboren, die Gnus können die Geburt bis zu 4 Wochen zurückhalten, bis die lang ersehnten Regenfälle kommen – bis dahin ziehen sie im Zickzack durch das Gebiet um den Ndutu See, immer in die Richtung aus der sie den Regen vermuten. So weit das Auge reicht, sieht man Tiere, mal weit verteilt, mal in langen Reihen durch die Landschaft ziehend. Diese Unbedingtheit, die diese Tiere vorantreibt, finde ich immer wieder beeindruckend.

Drei Lodgebesichtigungen standen noch auf dem Plan – das Heritage Camp, die Ndutu Luxury Lodge und die Ndutu Safari Lodge – Beschreibung kommt später, wir sind täglich so lange unterwegs, dass ich kaum zum Schreiben komme.

Der Game Drive abseits der Migration war nicht sehr ergiebig und so sind wir zur Mittagspause mitten in eine der großen Herden gefahren und haben dort unsere Lunchboxen verzehrt.

Danach sind wir in die Serengeti gefahren und haben erstmal unseren Begrüßungslöwen gesehen, ein stattlicher Mähnenlöwe direkt an der Fahrpiste. Den Rest des Rudels hat Heriel, drei Ecken weiter im Schatten gefunden. Die Damen samt Nachwuchs, leider mehr oder weniger regungslos.

Ein Gepard aus weiter Ferne, Affen, Elefanten und die traumhaften Giraffen, die über die weite Steppe ziehen. Leider hatte Anna nach dem Ngorongoro Krater schon gesagt, „das war der schönste Tag in diesem Jahr!“. Die vielen, vielen Tiere waren so beeindruckend und der Tag war wieder so traumhaft, dass jetzt ein Kopf an Kopf Rennen der schönsten Tage beginnt.