01.05.18 Die lange Anreise zur schönen Aussicht

Gut 24 Stunden hat mich die Anreise gekostet. Durch den 90. Geburtstag meiner Schwiegermutter erfolgte der Start gestern um 10:30 in Zell am See. Die Fahrt führte durch eine wunderschöne Frühlingslandschaft und hat mich wieder in dieses „Frühlingserstaunen“ versetzt.
Was für eine Kraft ist da am Werk, die unsere mitteleuropäischen, grauen Winterlandschaften in so kurzer Zeit in ein buntes Paradies mit tausenden Grüntönen, weiß und rosa blühenden Bäumen und gelbgesprenkelten, satten Wiesen verwandelt? Ich liebe den Frühling mit seinem spektakulären Wandel so sehr, dass ich mich fast überwinden musste, die Reise nach Afrika anzutreten. Aber meine Ziele wie die Viktoria Fälle und das Okavango Delta sind natürlich Argument genug! Meine Anreise von München über London nach Johannesburg verlief unproblematisch. Auf der Kurzstrecke bietet BA in der economy keinerlei Service. Auf der Langstrecke wurden wir aber mit gutem Essen und Wein verwöhnt. Der Sitzabstand war erfreulich groß und die Filmauswahl reichlich – allerdings keine Filme auf deutsch. Der Transit in Johannesburg ist recht Zeitintensiv, sodass mindestens 2 Stunden Übergangszeit einkalkuliert werden sollten. Weiter ging es mit South African Airways, Sandwich und Getränke wurden gereicht und ich habe den Ausblick auf die afrikanische Steppe genossen. Die Gischt der Viktoria Fälle war beim Landeanflug zu sehen, mehr aber leider nicht. Die Einreise nach Simbabwe verläuft ebenfalls afrikanisch. Die Visaerteilung verläuft in der Regel problemlos, aber dauert – sodass man auch hier bis zu 2 Stunden einplanen muss, bevor man endlich in den Transferbus steigen kann. 3 meiner Mitreisenden sitzen jetzt mit mir im Bus und genießen die afrikanische Massage auf holprigen Straßen. Die Sonne scheint und es ist nicht wärmer als die letzten Tage in Deutschland – ca 23 Grad. Die Gorges Lodge liegt oberhalb des Sambesis, der eine eindrucksvolle Schlucht gegraben hat. Gorges Lodge hat 10 Chalets, aufgereiht an der Kante der Schlucht, sodass man mit einem traumhaften Ausblick aufwachen kann. Little Gorges besteht aus 5 Zelten, ebenfalls mit Blick auf den Sambesi. Die Veraux Adler zogen am Himmel ihre Kreise, wir bekamen viele Infos über diese stattlichen Vögel von Chris dem Manager und Gin Tonics in mehreren Varianten. Gleich stehen noch traditionelle Tänze und Dinner auf dem Programm, bevor wir in unserem Luxuszelt dem Rauschen des Sambesis lauschen.

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk
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