07.05.18 Paradies in Sambia und Flug der Engel

Sonnenaufgang auf der Terrasse des Victoria Falls Hotels – was für ein Anblick! Die Sonne steigt durch die Gischtwolken des fast 2 km langen Wasserfalls nach oben. Bis zu 900 Meter soll diese hoch steigen, um dann als Regen wieder auf die Erde zu kommen. Um 7:00 Uhr saßen wir beim Frühstück in der Jungel Junction, eines der Hotelrestaurants. Das üppige Buffet konnten wir auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf die Gischtwolke und die legendäre Sambesi Brücke genießen. Um 8:00 Uhr war unsere Zeit im geschichtsträchtigen Kolonialambiente auch schon wieder vorbei und wir starteten unsere zweite Etappe der Lodgebesichtigungen. Über die Sambesi Brücke, die wir zu Fuß überqueren durften, ging es nun nach Sambia. Von der Brücke bot sich noch mal ein toller Blick auf die Fälle und das Wildwasser dahinter, wo der Sambesi einigen scharfe Kehren in der tiefen Schlucht vollzieht. Abenteuerlustige starten hier zu Wildwasserrafting. Wer dann noch nicht genug hat kann sich an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia beim Bungeejumping in die Schlucht stürzen. Ich war bereits mit dem Blick nach unten zufrieden! 5 Lodges standen auf unserem Plan, die alle in 20 – 40 Minuten von den Viktoria Fällen zu erreichen sind, einige sogar mit Helikoptertransfer, den die Gäste im Anschluss an einen Rundflug über die Wasserfälle dazu buchen können. Auch Boottransfers können organisiert werden. Die Lodges in Sambia sind ebenso fantastisch am Sambesi gelegen (ganz komisch übrigens, wenn der Fluss plötzlich in die andere Richtung fließt) und unser Streifzug durch das „Ambiente Magazin“ ging weiter. Wunderschöne Pools – mit Sambesi Wasser gefüllt – großzügige Terrassen mit schönen Loungemöbeln, geschmackvolle Zelte und Zimmer. Auch hier paradiesische Vethältnisse für Hochzeitspaare, die hier in den Genuss von privaten Sunsetcruises auf dem Sambesi, privatem Dinner und freistehender Badewanne auf ihrer Terrasse – Sambesiblick inklusive – kommen können. Ob Thorntree River Lodge, Toka Leya oder Tongabezi, alle sind wunderschön gestaltet, bieten traumhafte Ausblicke, umfangreichen Service und laden zum Verweilen ein. River Club bietet wieder kolonialen Charme mit pektakulärem Ausblick vom Bett auf den Sambesi. Absolut hingerissen waren wir von der Waterberry Lodge. Mit nur sieben Zimmern in einem wunderschönen, perfekt gepflegten Garten, sehr persönlich. 3 Zimmer haben Blick auf den Fluss, eines davon stand leider unter Wasser, da der Sambesi durch ausgiebige Regenfälle in Angola, dieses Jahr einen besonders hohen Stand hat. Die Zimmer sind einfach, sauber und sehr geschmackvoll. Vielleicht liegt es am deutschen Manager, der an diesen Standort sein Herz verloren hat und nach Sambia gezogen ist, oder an dem äußerst liebenswerten Empfang, wir haben uns sofort wie zu Hause gefühlt. Dabei wussten wir nicht, was uns noch erwartete. Ein kurzer Spaziergang durch den Garten über einen teilweise überfluteten Weg – Barfuß ist bei den Temperaturen ja sehr angenehm – führte uns zum Farmhouse. Dieses bietet 4 Schlafzimmer mit Bad, ein großzügiges Wohnzimmer, Küche (die zur Freude von Mutti nicht nur mit allen Gerätschaften, sondern auch noch mit einem Koch ausgestattet ist), eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten und einen traumhaften Pool. Das ganze ist ab 4-10 Personen mit vollem Service und Ausflugsprogramm zu buchen. Ich kann nur sagen: „vergesst die Finca auf Mallorca, auf nach Sambia!“ Zurück in Simbabwe checkten wir in den Victoria Falls Safari Club ein, schnappten uns die Kameras und fuhren wieder los. Flight of the angels nennen sich die Helikopter Flüge über den Victoriafällen. Dieses Abenteuer haben Carina und ich uns noch gegönnt, da wir die Fälle bei unserem Besuch letzten Mittwoch – uns kommt es vor wie vor einem Monat, soviel haben wir seitdem gesehen und erlebt – ja eher gespürt als gesehen haben. Nicht billig, aber es hat sich absolut gelohnt. Was für ein Anblick auf den riesigen Strom, die in dieser Jahreszeit durchgehenden Fälle und die enge Schlucht dahinter, die sich im Zickzack durch das Land gefräst hat. Wow!!! Zurück im Hotel wurden wir von einer Dame unserer Agentur vor Ort begrüßt. Mit Blick über die endlose Buschlandschaft kann man bei einem Gin Tonic hervorragende Geschäftsmeetings abhalten! Fast übergangslos wurden wir zum Abendessen abgeholt – duschen und umziehen war bei unserem Terminplan mal wieder nicht drin, ein Hoch auf die Katzenwäsche! Es war bestimmt gut gemeint und eine Erfahrung wert, dass man und ins Boma Restaurant geladen hatte, aber im Nachhinein wären wir lieber in unserer stilvollen und ruhigen Lodge geblieben. Die asiatischen und amerikanischen Gäste hatten offensichtlich ihren Spaß an afrikanischen Tänzen, gemeinsamem Trommeln, Weissagung und Zöpfchen flechten, ich habe mich nach der Ruhe im Busch und dem großartigen Sternenhimmel zurück gesehnt.

Kategorie: Aktueller Reiseblog | von: Martina Volk
Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.